dot Home dot Kontakt dot Impressum dot Datenschutzerklärung dot  

sofort helfen


Modellkommunen
Übersicht der Modellkommunen: Gemeinde Petershagen / Eggersdorf

Schaffung von Spielplätzen und Bewegungsräumen mit Beteiligung von Kindern und Jugendlichen

Organisation:

Gemeinde Petershagen / Eggersdorf
Öffentlichkeitsarbeit
Straße: Am Markt 8
15345 Petershagen/Eggersdorf

Ansprechpartner: Frau Kathleen Brandau
Website: http://www.doppeldorf.de


Projektinhalt
Die rund 14 000 Einwohner zählende Gemeinde Petershagen/Eggersdorf liegt am östlichen Berliner Stadtrand. Über die S-Bahnlinie S5 (Spandau-Strausberg)  ist die Gemeinde mit Berlin verbunden. 1993 schlossen sich die beiden Dörfer im Zuge der Gemeindegebietsreform zu einer Doppelgemeinde zusammen. Den Ortsteil Eggersdorf prägt ein modernes Häuserensemble, das 1999 errichtet wurde. Im Ortsteil Petershagen ist der historische Dorfanger mit vielen denkmalgeschützten Häusern in den 90er Jahren liebevoll saniert worden. Die Gemeinde wird von zwei Seen, dem Stienitzsee und dem Bötzsee, umrahmt. Das Strandbad Bötzsee lockt in jedem Jahr viele Badelustige in den Ort. Zehn Kindereinrichtungen, drei Grund- und eine Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe befinden sich in der Gemeinde.

Die Gemeinde beschäftigt sich derzeit mit der Qualitätskonzeption vom Leitbild über die Leitlinien zu den Qualitätszielen für Beteiligung, Öffentlichkeitsarbeit und räumliche Planungen. Erarbeitet und vorgestellt vom externen Planungsbüro werden diese Ziele innerhalb der Verwaltung und im Bildungsausschuss diskutiert.
Bereits vor dem offiziellen Auftakt zur SLP wurde das Leitbild 2020, im Wesentlichen erarbeitet von der Lokalen Agenda, am 18.09.2008 beschlossen. Ziel ist es u.a. eine kinder- und familienfreundliche Gemeinde zu werden. Junge Familien sollen sich gezielt für die Gemeinde entscheiden. Sie werden regelmäßig in Form von Umfragen nach ihrem Befinden befragt.


Projektdurchführung
Mit dem Deutschen Kinderhilfswerk wurde eine Kooperationsvereinbarung abgeschlossen zur Umsetzung einer Spielleitplanung für die Gemeinde.
Nach der Auftaktveranstaltung im Februar 2010 wurde ein Wettbewerb um ein Logo für die Spielleitplanung über die Ortszeitung ausgerufen.
Das Logo wurde zeitnah auf allen Briefumschlägen, die von Kitas, Schulen und der Gemeinde an Eltern gingen, verwendet. Gleichzeitig wurden Buttons mit dem Logo an die an den Aktionen beteiligten Kinder verteilt werden. Weiterhin werden Luftballons mit dem Logo versehen werden, welche dann zu vielfältigen öffentlichen Anlässen ausgegeben werden.
Es folgte eine große Fragebogenaktion in allen Kindereinrichtungen.
Mit den Kindern der kommunalen Einrichtungen wurden Streifzüge unternommen. Die Kinder konnten die Route selbst wählen und zeigten uns (pädagogische Fachkraft, 2 Planer) alle SEA-Flächen und -Elemente, die für sie auf der Strecke relevant waren. Nebenher wurden die Kinder durch die Planer einzeln interviewt. Eine Beteiligte dokumentierte das Geschehen fotografisch.
Daraus fertigte das Planungsbüro eine umfassende Dokumentation, die im Bildungsausschuss präsentiert und anschließend öffentlich ausgelegt wurde. Im Frühjahr 2011 beschlossen die Gemeindevertreter einstimmig die Spielleitplanung für Petershagen/Eggersdorf.


Beteiligung von Kindern und Jugendlichen
Es wurden verschiedene Beteiligungsmethoden gewählt. Nach der Fragebogenaktion wurden in Kita und Horten „Malaktionen“ durchgeführt, sogenannte Mental Maps. Die Kinder haben ihren ungefähren Wohnort mit Kita-/Schul- und Lieblings-Spielorten verknüpft und Gefahrenpunkte aufgezeigt. In der weiterführenden Schule (ab 7. Klasse) konnte diese Aktion nicht durchgeführt werden. Deshalb ist diese Altersgruppe definitiv unterrepräsentiert. Durch den Jugendclub wurde eine eigene Beteiligung dieser Altersgruppe durchgeführt. Aus dieser wurde das Starterprojekt I (Boulderanlage in Eggersdorf) entwickelt, dass nach der Phase der Baugenehmigung seit dem Frühjahr 2011 umgesetzt wird. Für die nachfolgenden Abläufe und bei der Umsetzung von konkreten Maßnahmen aus dem Spielleitplan ist die weitere Beteiligung der Kinder eingeplant. Insbesondere sehen wir hier eine bessere Chance, die über 12-Jährigen zu begeistern. Für Planungsbüros wird die Maßgabe der Beteiligung künftig schon in der Vertragsgestaltung berücksichtigt.

Projektchronologie: Umsetzungsschritte
Herbst/Winter 2009: Fragebogenaktion für alle Bürger in der Gemeinde, Fragebogenaktion für Kinder an Schulen und Kitas, Bewilligung des Fördermittelantrages in Höhe von 90.000 €

Februar 2010: Treffen der Akteure

März 2010: Auftaktveranstaltung zur Spielleitplanung, Vorstellen des Starterprojektes (Boulderanlage am Mühlenteich Eggersdorf)

März 2010: Beteiligungsaktionen von Kindern und Jugendlichen, Ausloben des Ideenwettbewerbes um ein Logo, Beginn der Malaktionen in der Kita Burattino
April 2010: Malaktionen in den Horten der Grundschulen

Mai/Juni 2010: Kürung des Gewinnerentwurfes für das Logo, Freiraumaktionen mit den Kindern, Streifzüge durch den Ort

Juli 2010: Vorstellen der ersten Ergebnisse der Beteiligungsaktionen

Herbst 2010: Erarbeitung der konkreten Ergebnisse und Entwicklung des Maßnahmekonzeptes für die Spielleitplanung

Januar 2011: Vorstellen der Spielleitplanung mit seinen Ergebnissen

Sommer 2011: Fertigstellung des Starterprojektes


Öffentlichkeitsarbeit
Über die Aktionen wurde von Beginn an regelmäßig in der regionalen Tageszeitung „Märkische Oderzeitung“ sowie in der monatlich erscheinenden Ortszeitung „Das Doppeldorf“, berichtet. Auch auf der Internetseite der Gemeinde wurde regelmäßig über die neuesten Entwicklungen berichtet. Zu den Veranstaltungen wurde öffentlich eingeladen. Der Bau des Starterprojektes wird regelmäßig dokumentiert, die Kinder wurden auf die Baustelle eingeladen, um sich vom Fortschreiten des Projektes zu überzeugen. Das Projekt wird mit einem Fest eingeweiht werden.



Erfolge und Schwierigkeiten
In der weiterführenden Schule (ab 7. Klasse) konnte die Beteiligungs-Aktion Fragebogen nicht durchgeführt werden. Deshalb ist diese Altersgruppe definitiv unterrepräsentiert. Durch den Jugendclub wurde eine eigene Beteiligung dieser Altersgruppe durchgeführt.

Ausblick
Für weitere Bauplanungen in der Gemeinde wird den Planungsbüros künftig stets die Maßgabe erteilt, die Spielleitplanung bei ihren Projekten zu berücksichtigen.

Finanzierung
In den Jahren 2010/2011 wurden 100.000 Euro für die Spielleitplanung zur Verfügung gestellt.

90.000 Euro sind Fördermittel vom Ministerium für Bildung, Jugend und Sport. 10.000 Euro hat die Gemeinde Petershagen/Eggersdorf investiert.

Downloads:


> Top



Gefördert durch:
Methodentipp

Kinderrechte ins GrundgesetzKinderrechte ins Grundgesetz