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Modellkommunen
Übersicht der Modellkommunen: Stadt Steinfurt

Stadt Steinfurt

Organisation: Stadtjugendring und Stadt Steinfurt
Emsdettener Str. 40
48565
Steinfurt
Nordrhein-Westfalen
Ansprechpartner:

Herr Klaus Priggen

Website: http://www.steinfurt.de/


Projektinhalt
Die Kreis- und Hochschulstadt Steinfurt liegt im Mittelpunkt des gleichnamigen Kreises. Sie hat ca. 35.000 Einwohner und verfügt über eine sehenswerte Architektur, eingebettet in die wunderbare münsterländische Parklandschaft mit Wiesen, Feldern, Wäldern und Höfen. Herausragendes touristisches Highlight ist der Bagnopark mit Europas ältestem freistehenden Konzertsaal, der Bagno-Konzertgalerie.

Der Stadtjugendring Steinfurt e.V. ist die Dachorganisation der Jugendverbände und –einrichtungen in der Kreisstadt Steinfurt. Eines seiner wesentlichen Ziele ist die Schaffung von Beteiligungsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche.

Mit der Spielleitplanung werden die Belange von Kindern und Jugendlichen mit den klassischen Planungsinstrumenten verknüpft. In Steinfurt sollen so nachhaltige positive Entwicklungsbedingungen für Kinder und Jugendliche geschaffen werden.
Durch eine gemeinsame Vorgehensweise mit der Stadt Steinfurt, dem Kreis Steinfurt, dem Stadtjugendring Steinfurt, Institutionen und Vereinen sowie interessierten Bürgern kann kooperativ die Situation für Kinder und Jugendliche verbessert werden und dadurch eine lebenswerte Stadt für alle Generationen entstehen.
Im Fokus der Spielleitplanung Steinfurt steht die Entwicklung von generationsübergreifenden Freiräumen unter Beteiligung aller Bürgerinnen und Bürger.

Projektdurchführung
Im Rahmen der Spielleitplanung wurden nach einer öffentlichen Auftaktveranstaltung erste Strukturen (verwaltungsinterne Arbeitsgruppe sowie Arbeitsgruppe aus interessierten Bürgern) gegründet.

Bürger AG

Bereits Ende 2008 konnte eine Befragung (Mental Maps) im Rahmen von ca. 500 Fragebögen in nahezu allen Steinfurter Schulen durchgeführt werden.

Geplant ist, bereits im Jahr 2009 zwei erste Starterprojekte – in jedem Stadtteil eins - durchzuführen. Erste Planungen dafür werden momentan in der verwaltungsinternen Arbeitsgruppe in Kooperation mit einer Wohnungsbaugesellschaft diskutiert.

Darüber hinaus wurde ein Logowettbewerb für Kinder und Jugendliche zur Spielleitplanung ausgelobt, welcher im Februar 2009 durch eine Jury ausgewertet und öffentlich prämiert wurde.

Logowettbewerb
Das Planungsbüro Stadt-Kinder führte parallel zu den oben aufgeführten Aktivitäten die planerische Bestandserhebung durch.

Beteiligung von Kindern und Jugendlichen
Im Rahmen der Spielleitplanung erhält die Einbindung von Kindern und Jugendlichen einen besonderen Stellenwert. Als erste Beteiligungsmaßnahme wurde eine Befragung mit der Methode Mental Maps in den Steinfurter Schulen durchgeführt. Hierbei wurden alle Grundschulen, zwei Hauptschulen, zwei Realschulen, zwei Gymnasien und zwei Förderschulen beteiligt. Insgesamt konnten 509 Fragebögen zu den Themen Treffpunkte, Schul- und Freizeitwege, Probleme und Wünsche ausgewertet werden.

Aktuell wurde ein Wettbewerb zur Erstellung eines Logos für die Spielleitplanung durchgeführt. Hieran konnten sich alle Kinder und Jugendlichen als Einzelperson, Gruppe oder Klasse beteiligen. Eine Jury bestimmte das beste Logo. Die Prämierung wird auf einer öffentlichen Veranstaltung erfolgen, bei der auch die Ergebnisse der Mental Maps präsentiert werden.

Im Frühjahr 2009 fand die Durchführung von Streifzügen über Schulen statt. In Kleingruppen zeigten die Steinfurter Kinder und Jugendlichen den Erwachsenen ihre Spielorte, Probleme und Wege.



Projektchronologie
Oktober 2008:
öffentliche Auftaktveranstaltung, Gründung der AG Verwaltung


November/Dezember 2008:
Gründung der AG Bürger, Durchführung der Mental Maps, Auslobung des Logowettbewerbs


Januar 2009: Ortsbefahrung mit Mitarbeitern der Stadtverwaltung zu Treff- und Problempunkten von Kindern und Jugendlichen

Januar-Mai 2009: Planerische Bestandserhebung

Februar 2009: Jurysitzung zum Logowettbewerb, Prämierung der Entwürfe

April 2009: Durchführung von Streifzügen

April: Präsentation der Spielleitplanung

Mai 2009: Beginn des ersten Starterprojektes, eine Zukunftswerkstatt zur Wohnumfeldverbesserung

Mai 2009: Weltspieltag im Steinfurter Kreishaus

Juni 2009: allgemeine Zukunftswerkstatt

Juni 2009: Fördermittelbeantragung für Projekt „Jugendliche im Stadtquartier“ des BBR

Sommer/Herbst 2009: Entwicklung von Maßnahmen, Erstellung des Spielleitplans, Umsetzung weiterer Projekte

Dezember 2009: Der Stadtrat beschließt den Spielleitplan Steinfurt und die in ihm enthaltene Qualitätszielkonzeption „Zukunftsfähiges Steinfurt“. Im Spielleitplan werden insgesamt 140 Maßnahmen zur künftigen Entwicklung der Kreisstadt Steinfurt vorgeschlagen.

März 2010: Die wichtigsten Maßnahmen aus dem Spielleitplan werden im Rahmen von Open-Space-Veranstaltungen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen vorgestellt. Es bilden sich erste Projektgruppen, die sich um die Bearbeitung der Maßnahmen kümmern.




Juni 2010:
Das erste Starterprojekt für den Stadtteil Burgsteinfurt, die Verbesserung der Aufenthaltsqualität in einer größeren Wohnanlage, ist in Kooperation mit den Anwohnern und dem Wohnungsbauträger realisiert.




Öffentlichkeitsarbeit

Um die Spielleitplanung den Steinfurter Bürgern näher zu bringen, haben wir entsprechende Plakate sowie die Zukunftspyramide aus der Zukunftswerkstatt in einem Ladengeschäft ausgestellt.
Außerdem stehen der Spielleitplan und die wichtigsten Informationen zur Spielleitplanung im Internet auf dem Seiten der Stadt Steinfurt zur Verfügung.


Erfolge und Schwierigkeiten
Eine erhoffte Mitfinanzierung aus Landesmitteln wurde nicht gewährt, wodurch das Projekt insgesamt gefährdet war. Durch die Bereitstellung der erforderlichen Mittel im städtischen Haushalt und die Gewinnung von Sponsoren ist die Realisierung jetzt doch möglich.

Die Unterstützung aus der Bevölkerung ist stärker als erwartet.

Bei der Durchführung der Mental Maps wurden sehr gute Erfahrungen in der Kooperation mit den Schulen gemacht.


Ausblick
Die Spielleitplanung startet in Steinfurt gerade erst. Der Verlauf des Verfahrens ist bis jetzt sehr positiv zu bewerten. Die Auftaktveranstaltung sowie die Termine der Arbeitsgruppen waren gut besucht. Die Schulen zeigten sich als gute Kooperationspartner bei der Beteiligung von Kindern und Jugendlichen. Des Weiteren wurden bereits Ideen für erste Starterprojekte gesammelt.
Die Arbeitsgruppe aus Bürgerinnen und Bürgern sammelte ebenfalls Projektideen und Anregungen für die Öffentlichkeitsarbeit.


Finanzierung

An der Finanzierung beteiligen sich die Stadt Steinfurt, der Stadtjugendring Steinfurt e.V., das Deutsche Kinderhilfswerk, die Gemeinnützige Gesellschaft des Kreises Steinfurt sowie diverse Sponsoren.

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