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Modellkommunen
Übersicht der Modellkommunen: Velbert

Einrichtung eines Planungsbüros für Kinder und Jugendliche in Velbert-Neviges: NEVI-Plan


Organisation: Stadt Velbert
Friedrich-Ebert-Straße 192
42549
Velbert
Nordrhein-Westfalen
Ansprechpartner: Herr Klaus-Dieter Thiel
Website: http://www.velbert.de/

Projektinhalt

Grafik: Stadt Velbert

Die 89.000 Einwohner zählende Stadt Velbert liegt im Städtedreieck Essen/ Wuppertal/ Düsseldorf und zählt zum Bundesland Nordrhein-Westfalen. Im Jahre 1975 wurden im Rahmen der kommunalen Neugliederung die Städte Langenberg und Neviges zusammengelegt. Die bewegte Topographie im Bergischen Land begründet, dass neben dem Zentrum Velbert-Mitte die Nebenzentren Velbert-Langenberg und Velbert-Neviges weiter bestehen.

Projekt „Planungsbüro“ für Öffentlichkeit insbesondere für Kinder u. Jugendliche:
In einem privat zur Verfügung gestellten Ladenlokal betreiben Kinder und Jugendliche ein offenes Planungsbüro zur Entwicklung von Projekten, Aktionen, Veranstaltungen, etc.

Ziele des Projektes:
Weitere Entwicklung und Qualitätsverbesserung der familienfreundlichen Stadt Velbert, Kinder und Jugendliche entwickeln Projekte in ihrem Ortsteil

  1. Gestaltung der Spiel- u. Aufenthaltsfreiräume, Aktionen und Veranstaltungen in Beteiligungsverfahren von und mit jungen Bürgerinnen und Bürgern.
  2. Schaffung von Akzeptanz und Bindung an die Stadt
  3. Politische und informelle Bildung
  4. Netzwerk der Beteiligten
Rahmenbedingungen:
Die Projektentwicklungen des Planungsbüros werden von der AG Spielraum, den Schulen und engagierten Bürgern begleitet. Eine Gruppe Kinder und Jugendlicher erklärt sich bereit, das Planungsbüro zu betreiben und vorhandene Ideen weiter zu entwickeln und neue Ideen einzubringen, sowie Ideen und vorhandene Strukturen und Beteiligte zu vernetzen. Im Konzept wurden noch ortspezifische Gegebenheiten ausformuliert.


Projektdurchführung

Grafik: Stadt Velbert
Die Diakonie Niederberg vertritt im Bereich Neviges den Sozialen Dienst. Zusammen mit der AG Spielraum besteht für dieses Projekt eine enge Zusammenarbeit. Die Projektleitung im Bereich Jugend, Familie und Soziales liegt bei Herr Thiel, Jugendhilfeplaner und Mitglied AG Spielraum. Durch einen Projektantrag beim Landesjugendamt wurde dieses Projekt ins Programm „Netzwerk Frühe Förderung – NEFF“ als eine von sechs Beispielkommunen aufgenommen (Auftaktveranstaltung Mai 2006). Eine wissenschaftliche Begleitung findet durch Prof. H. Schubert von der FH Köln statt. Ein Netzwerk im Bereich Neviges besteht inzwischen mit den ortsansässigen Schulen, Kindergärten, Jugendzentren, allen relevanten Parteien und Vereinen.





Beteiligung von Kindern und Jugendlichen

Seit mehr als 10 Jahren beteiligt die Verwaltung der Stadt Velbert regelmäßig Kinder und Jugendliche in Planverfahren und bei der Objektplanung. Als Ergebnis der Projektbeteiligung „Kinder planen ihre Fußgängerzone“ in Velbert-Mitte wurde die Innenstadtgestaltung mit dem 1. Preis „Deutscher Spielraumpreis“ 2002 ausgezeichnet. Einen weiteren 1. Preis erhielt die Stadt Velbert im November 2006 für ihre „Innovative kinder- und familienfreundliche Stadtentwicklung“ vom Minister für Bauen und Verkehr des Landes NRW. Hier wurde gewürdigt, dass die Stadt Velbert bei Flächennutzungs- und Bebauungsplanverfahren, Innenstadtgestaltung und Spielplatzgestaltungen, Skateranlagen und Mädchen-stadtteilrundgänge sowie Kinder- und Jugendplanungsbüro und Spielraumleitplanung alle Ebenen der Planung mit Kindern und Jugendlichen bearbeitet.

Projektchronologie:
Foto: Stadt Velbert
Im Jahr 2000 wurde eine Ressort übergreifende Arbeitsgruppe „AG Spielraum“ gegründet. Darin vertreten sind die Fach- und Geschäftsbereiche Jugend, Familie und Soziales, Umwelt und Stadtplanung, Geodaten und Vermessung, sowie Öffentliches Grün und Friedhöfe. Je nach Aufgabenstellung kommen zusätzliche Bereiche hinzu. Im Zusammenhang mit der Gründung der AG Spielraum wurden Leit-linien als „Geschäftsgrundlage“ vom Jugendhilfeausschuß beschlossen. Im Jahr 2004 hat der Rat der Stadt Velbert das Leitbild der „Familien- und Kinderfreundlichen Stadt“ festgelegt. Das Leitbild wurde in das strategische Zielprogramm 2014 übernommen.

Öffentlichkeitsarbeit

Öffentlichkeit für das Projekt wurde hergestellt unter dem
Motto „WIR MACHEN NEVIGES“ durch:
- Auftaktveranstaltung,
- Open Space Veranstaltung (Ideenmarkt),
- Stadtrundgang (mit allen Sinnen).

Aus diesen Veranstaltungen haben sich unterschiedliche Aufgaben und Projekte für das Planungsbüro ergeben, welche zu bearbeiten sind.

Erfolge und Schwierigkeiten
Nach dem Auftrag zur Einrichtung des Planungsbüros wurde in unterschiedlichen Sondierungsgesprächen deutlich, dass für die Umsetzung der Idee noch Überzeugungs-arbeit geleistet werden musste. Für die unterschiedlichen Gruppierungen vor Ort war die eigentliche Aufgabe nicht direkt ersichtlich. Auch die Suche nach entsprechenden Räumlichkeiten gestaltete sich nicht einfach. Diese Startschwierigkeiten konnten jedoch weitgehend ausgeräumt werden. Durch eine Computerspende konnte, in Zusammenarbeit mit der Hauptschule, das Planungsbüro weiter ausgestattet werden.

Ausblick
5 Arbeitsgruppen haben sich bei der Open Space Veranstaltung zusammengefunden und Ziele formuliert (u.a. Schule, Kino, DirtBiker etc.). Ansprechpartner oder Mittler bei den unterschiedlichen Themenstellungen sind Mitglieder der AG Spielraum.

Finanzierung
Die Preisverleihung des Landes NRW im Nov. 2006 war verbunden mit einem Preisgeld von 4.000 Euro. Diese Summe kommt dem Planungsbüro zu Gute.

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