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Kinderfreundliche Stadtgestaltung
Ausgangspunkt


1. Ausgangspunkt: Die Entwicklung unserer Kinder ist durch Mangel an Spiel- und Bewegungsräumen gefährdet
Der öffentliche Raum, in dem Kinder und Jugendliche ihren Alltag verbringen, hat sich in den letzten Jahrzehnten sehr verändert – zum Nachteil junger Menschen. Deren Möglichkeiten, sich selbständig in ihrer Umgebung zu bewegen, haben dramatisch abgenommen. Dagegen sind die planerischen Instrumente zur Gestaltung öffentlicher Räume weitgehend unverändert geblieben. Neuere Studien wie die Pisa-, Kiggs- oder die Shell-Studie benennen zwar diese mangelhaften Entwicklungsbedingungen für Kinder, doch ist der Einfluss auf das Planungs- und Gestaltungshandeln von Kommunen äußerst gering.

Leitfrage: Wie können Städte auf diese Missstände reagieren?

Die Erfahrungsräume von Kindern und Jugendlichen wurden durch intensive Bebauung und Funktionalisierung der Außenräume von Städten und Kommunen völlig verändert bzw. gingen verloren. Kinder und Jugendliche geraten in die Isolation, weil ihnen Spielplätze als Reservate angeboten werden oder Flächen von minderer Freiraumqualität am Orts- oder Quartiersrand, die nur schlecht oder unter Gefahren erreichbar sind. Stark befahrene Straßen bilden schwer oder nicht überwindbare Barrieren, welche die Stadtteile zerschneiden. Zusätzlich sind Wohnortstraßen in den letzen Jahren für Kinder fast vollständig als Spielort verloren gegangen.

Uns geht es jedoch weder um einzelne Spielplätze, Kindergärten oder Schulen, noch um die Zahl von Spielelementen im Freien. Unser Thema sind vielmehr Qualität und Quantität von Spiel- und Bewegungsräumen. Wir setzen uns ein für ein vernetztes System kindgerechter Spiel-, Erlebnis- und Aufenthaltsbereiche in Städten und Kommunen, wo junge Menschen frei von Leistungsdenken und Erfolgsdruck aktiv sein können. Kinder und Jugendliche, die ohne geeignete Spiel- und Aufenthaltsmöglichkeiten im Freien aufwachsen, entwickeln oftmals Bewegungs- und Koordinationsstörungen, die sie in ihrer geistigen, körperlichen, seelischen und emotionalen Entwicklung erheblich beeinträchtigen. Darüber hinaus kommt es nicht selten auch zu sozial auffälligen Verhaltensbildern.

 



 


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