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Naturerfahrungsräume

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„Kinder und Natur in der Stadt“

Neue Wege, Strategien und Verfahren eines Zukunftsträchtigen kommunalen Standortfaktors
- Kongress am 24./25. November 2005 im Alten Rathaus in München.

Einleitung

Im Jahre 1972 startete das Deutsche Kinderhilfswerk mit dem Ziel, die Spielplatzsituation in Deutschland zu verbessern. Die stets wiederholte Gestaltung mit Rutsche, Klettergerüst und Buddelkasten sollte phantasievollen und kindgerechten Spielplätzen weichen.

Seitdem sind mehr als dreißig Jahre vergangen, und in Sachen Spielplätze ließen sich einige positive Entwicklungen aufzeigen. Heute müssen wir allerdings unseren Blick auf das übrige Wohnumfeld lenken, dort hat sich einiges zum Nachteil der Kinder entwickelt.

Quelle: Jugendamt der Stadt Dortmund

Denn das selbstständige Erkunden der häuslichen Umgebung, was ein gefahrloses Spielen auf Straßen, Gehwegen und Plätzen erfordert, ist zunehmend schwieriger geworden. Soziale Kontakte werden folglich zumeist durch die Eltern organisiert.
Natürliche oder gestaltbare Freiflächen sind rar oder zu weit entfernt. Besonders bedenklich ist die mit der "Ver-Inselung" der Spielgelegenheiten zusammenhängende Bewegungsarmut. Anstelle bewegungsreicher Aktivitäten im Wohnumfeld ist für viele Kinder das Spielen im Kinderzimmer oder die Beschäftigung mit dem Computer getreten.

Während sich die räumliche Lebenswelt in den letzten Jahrzehnten erheblich zum Nachteil von Kindern und Jugendlichen verändert hat, konnte auf der anderen Seite nicht sichergestellt werden, dass Grünflächen für Kinder und Jugendliche reserviert werden – auch solche, in denen sie die Natur spielerisch erfahren können.

Die Zunahme des Verkehrs sowie intensive Bebauung und Funktionalisierung der Außenräume haben Stadt und Gemeinde als Erfahrungsraum für Kinder untauglich gemacht. Kinder wie Jugendliche werden damit zunehmend isoliert – ohne dass die gravierenden Auswirkungen dieser Entwicklung auf ihre Gesundheit und soziale Kompetenzentwicklung hinreichend berücksichtigt würden.

Kinder brauchen Räume – auch Naturräume – in denen sie mit allen Sinnen erfahren und lernen können: Hören, Sehen, Riechen, Tasten, Fühlen. Aber auch Jugendliche brauchen attraktive Außenräume: grüne Treffpunkte, Plätze, Brachen oder Grünflächen, die spontanes Spiel, Kommunikation und Bewegung ermöglichen.

Im Frühjahr 2005 konnte das Deutsche Kinderhilfswerk mit der maßgeblichen Unterstützung Herrn Dr. Hans-Joachim Schemel vom Arbeitskreis Städtische Naturerfahrungsräume eine Broschüre zum Thema "Naturerfahrungsräume" herausbringen (DEUTSCHES Kinderhilfswerk e.V. (DKHW) ; ARBEITSKREIS Städtische Naturerfahrungsräume (Hg.): Naturerfahrungsräume - neue Chancen für Kinder und Natur in der Stadt ; zu beziehen über den Onlinekatalog der Infostelle des Deutschen Kinderhilfswerkes).

Im Herbst 2005 veranstaltete das Deutsche Kinderhilfswerk in Kooperation mit dem deutschen Verein für öffentliche und private Führsorge den Kongress "Kinder und Natur in der Stadt" im münchener Rathaus. Folgende Beiträge geben einen weitreichenden Überblick zum Thema Naturerfahrungsräume.





 


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